Montag, 14. Mai 2012

Kelten erkämpfen sich den Sieg

In einer Partie, in der man körperlich an seine Grenzen gehen musste, konnte der Celtic FC nach zuletzt zwei Unentschieden wieder auf die Siegerstraße zurückkehren und beim Getaway einen durchaus verdienten 3:2 (2:1)-Erfolg feiern. Die Tatsache, dass man quasi die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl agierte zeigte, wie das Spiel wohl ausgegangen wäre, hätte man in voller Besetzung die Begegnung zu Ende bringen können. Richtig, mindestens zwei-, wenn nicht sogar dreistellig hätte man gewonnen. Realitätsverlust? Keinesfalls. Vielmehr ist das berechtigte Selbstbewusstsein das Resultat eines Schnellkurses "Tatsachenverdrehung leicht gemacht" unter Leitung von Josef H. mit den Assistenten Philipp L. und Bastian S., der sich zuletzt in Süddeutschland großer Beliebtheit erfreute. Davon profitierte nun auch der keltische Kultverein aus der Klingenstadt. Denn nach dem schnellen Ausgleich zu Beginn des zweiten Abschnitts musste Nico Spital aufgrund einer Verletzung das Spielfeld verlassen. Spötter sagen, dass er seine Kameraden feige im Stich ließ. Zurück zu dem, was wirklich geschah bzw. nicht: Marco Altenhofen war nach einem Abschlag von Matthias Heßmer, den die Abwehr der Gastgeber in bester Jerome Boateng-Manier vollkommen falsch einschätzte, frei durch und wurde gefoult. Das sah auch der Schiedsrichter und entschied auf Freistoß, die persönliche Bestrafung fiel aber aus, die Notbremse hätte eigentlich eine rote Karte nach sich ziehen müssen. Das Tor fiel dennoch, Altenhofen selbst traf schließlich doch, nachdem der Keeper den Schuss von Sebi Wagner nicht hatte festhalten können. Der Torwart des Getaway schien sowieso etwas abwesend zu sein und führte gerne mal das ein oder andere Selbstgespräch. Mit seinem Kommunikationsdrang war er allerdings in seinem Team nicht alleine. Einfach mal die Fresse halten dachten sich da die Gäste und nach einem feinen Pass von Altenhofen war Wagner nicht zu bremsen, 2:0! Da ein Eckball der Hausherren aber genau zwischen den beiden größten Spielern der Liga, Martin Schüler und Sam Schauland, landete, kam es kurz vor dem Seitenwechsel noch zum Anschlusstreffer.



Nach der Pause dann direkt der Schock. Florian Mondry war so in den Zweikampf gegangen, wie man es von einem Abwehrspieler erwartet. Dabei hatte der Unparteiische wohl für einen Moment den Fußball mit Halma verwechselt und entschied vollkommen überraschend auf Freistoß für das Getaway. Die nutzten die Verwirrung bei den Kelten eiskalt aus. Von der linken Seite aus wurde der Ball in Richtung kurzer Pfosten geschlagen. Keeper Heßmer verschätzte sich ein wenig und der Ball zappelte zum glücklichen Ausgleich im Netz. Als dann wenig später auch noch Spital die Partie beenden musste, schien das Schicksal seinen Lauf zu nehmen. Doch trotz Unterzahl ließ man sich nicht lumpen und hielt weiterhin dagegegen, was auch bitter nötig war. Austeilen konnten die Gastgeber nämlich bestens, nur mit dem Einstecken hatten sie es nicht sonderlich. Nicht das erste Mal, dass die ruppige Spielweise auffiel. Der Celtic FC besann sich daher auf seine Stärken und zeigte eine tolle Einstellung gepaart mit spielerischen Fähigkeiten, bei denen selbst Lionel Messi neidisch werden würde. Chancen für das Getaway blieben aufgrund der nummerischen Überlegenheit natürlich nicht aus, aber deren Verwertung war ungefähr so gut wie die Truppe bei den Auswärtsfans beliebt. Und der so oft zitierte Fußballgott hatte dann kurz vor Schluss doch noch ein Einsehen und sorgte dafür, dass die richtige Mannschaft die drei Punkte mit nach Hause nahm. Nach einer Ecke kam das Spielgerät irgendwie zu Schauland, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und den Ball zum Siegtor in die Maschen jagte. Dadurch ist nun auch klar, dass man am Saisonende mindestens Rang fünf belegen wird. Auch der vierte Platz ist durch das Schneckenrennen um den Aufstieg noch drin. Spätestens beim letzten Saisonspiel gegen die Clim Kickers wird man dann auch wissen, ob es auch in der kommenden Saison ein Derby geben wird. Ansonsten gibt es mit dem Gegner der nächsten Woche, Ellens Team, schon einen geeigneten Nachfolgekandidaten.

Aufstellung: Heßmer - Cantow, Schmeck (36. Staat), Schüler, Mondry, Spital - Schauland, Müller - Wagner - Opitz, Altenhofen

Torschützen: Altenhofen, Schauland, Wagner

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